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Grube Wilhelmine (ehemalige Kupfermine) in Sommerkahl

Grube Wilhelmine (ehemalige Kupfermine)
Kahlgründer.de

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Grube Wilhelmine (ehemalige Kupfermine)
4.4 Sterne bei 38 Bewertungen

Auf vielen in diesem Buch beschriebenen Wanderungen treffen wir auf Spuren des historischen Bergbaus: Am Kalmus und in Kleinkahl zum Beispiel wurde Eisenerz, in Huckelheim und am Sailaufer Bischberg Schwerspat abgebaut. Ein Grund für die vielen Gruben, Schächte, Pingen, die wir am Wegrand entdecken können, ist ein sich von Aschaffenburg bis in das Kinzigtal ziehender „Bruch“, der Metalle bis an die Erdoberfläche steigen ließ. Allen bergmännischen Aktivitäten im Kahlgrund ist gemeinsam, dass die Ausbeute gering war, es waren keine Goldgruben.

Aus diesem Rahmen fällt die Grube Wilhelmine. Sie wurde bereits am 1. September 1542 erstmals urkundlich erwähnt. Aber auch an der Speckkahl war der Ertrag grenzwertig. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der Betrieb immer wieder eingestellt. Im Jahr 1774, nachdem die Grube 50 Jahre lang nicht genutzt wurde, begann die „Blüte des Bergbaus“.

Hauptsächlich Kupfer wurde gewonnen, außerdem Eisen- und Manganerz und auch ein bisschen Silber. Die Erze wurden damals zur Verhüttung zum Eisenhammer nach Laufach (heute Eisenwerke Düker) transportiert. Wegen des sehr standfesten Muskovit-Gneis war es nicht nötig, die Wände und die Decken abzustützen.

Im Frühjahr 1923 allerdings wurde der Betrieb endgültig eingestellt. Danach diente die Grube gegen Ende des Zweiten Weltkriegs als Schutzraum, es wurde sogar versucht, eine Pilzzucht anzulegen – doch den Champignons bekam der hohe Kupferanteil nicht besonders gut. Sogar mit Müll – was für eine Schande – wurde das Bergwerk zeitweise verfüllt.

Aufgrund des Engagements der Vereins und seiner rührigen ehrenamtlichen Mitglieder kann man das Bergwerk im Rahmen einer Führung von April bis Oktober besichtigen.

Diese Führungen werden aber nur nach vorheriger Terminvereinbarung durchgeführt; Termine können angefragt werden. Da des Öfteren angemeldete Gruppen ausblieben, bittet der Verein um Entrichtung des Eintrittsgeldes vorab per Überweisung, bar oder per Scheck. Auf der Internetseite wird versichert, dass alle eingenommenen Eintrittsgelder dem Erhalt und Ausbau der Besucherbergwerke in Sommerkahl dienen.

Virtueller Rundgang

Grube Wilhelmine (ehemalige Kupfermine) ist eine der zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Sommerkahl und Umgebung. Überzeuge Dich doch einfach selbst von Grube Wilhelmine (ehemalige Kupfermine) und starte jetzt Deine virtuelle Tour.

Kontaktdaten

Wilhelminenstraße 67, 63825 Sommerkahl
06024 632552

Öffnungszeiten

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Alle Angaben ohne Gewähr. Aktuelle Informationen entnehmen Sie den Internetseiten der jeweiligen Anbieter.

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